D Seminarblock D: Manuelle Therapie / Chiropraktik / Osteopathie 2019

12./13.01.2019

Kurs Nr. 36 - Osteopathie I

Referent: Gert Groot Landeweer - Heilpraktiker


Vita:

Physiotherapeut, seit 2011 Heilpraktiker in Vörstetten. 

Lehrgangsleiter und Lehrer mit internationaler Lehrtätigkeit in CranioMandibulärer Dysfunktion, Osteopathie, CranioSacraler Therapie, sowie in Viszeraler und Neuraler Manipulation. Autor zahlreicher Publikationen im Bereich CMD, Osteopathie und CranioSacraler Therapie; Buchautor

Osteopathie I – Osteopathisch denken, untersuchen und behandeln
Vereinfacht gesagt werden in der Osteopathie über manuelle Behandlungen, Behinderungen der Flüssigkeitsströme beseitigt oder verringert, wodurch die natürlich-physiologischen, extra- und intrazellulären Prozesse wieder verbessert werden können, damit diese den Patienten in Richtung Gesundheit führen. Mehr macht der Osteopath nicht am Patienten. Er vertraut darauf, dass er mittels (feinster) Palpation die Behinderungen der Flüsse wahrnehmen und möglichst beseitigen kann, und dass die Natur die eigentliche Heilung vollziehen wird. Gegebenenfalls benötigt es noch eine Anpassung des Patienten im Alltag, damit er sich „natürlich“ verhält – gesunde Nahrung, sauberes Wasser, saubere Luft, wenig oder keine Genussmittel, emotionale und spirituelle Zufriedenheit usw.
Osteopathisch denken setzt voraus, dass der Behandler in vollem Umfang auf die natürlichen Selbstheilungskräfte vertraut. Dieses Vertrauen führt zur logischen Verknüpfung von Symptomatik/Erkrankung mit den hintergründigen oder ursächlichen Behinderungen des natürlichen Fließens der Flüssigkeiten. Das Wissen um die verschiedenen Qualitäten von Dysfunktionen und Läsionen ergänzt den pragmatischen Hintergrund.
Osteopathisch untersucht wird dann, wenn nach einer Klärung der Problematik des Patienten, die Behinderung des Fließens der Flüssigkeiten in einer einfachen Komplexität erfasst wird. Dabei soll sowohl die lokal-gewebliche, als auch die fasziale, ossäre, nervale und arterio-venös-lymphatische Komponente so betrachtet werden und verstanden sein, so dass ein logischer Behandlungsplan aufgestellt werden, und darauf eine sinnvolle osteopathische Behandlung stattfinden kann.
Osteopathisch behandelt werden dann die Behinderungen der Flüssigkeitsströme. Der Behandler wendet dabei Methoden und Techniken an, die in dem Moment für die Behinderung am besten passend sind. Er schöpft dabei aus einer Fülle an Prinzipien, die einer einfachen Pragmatik folgen.
Im Kurs werden die theoretisch vorgetragenen Aspekte vom Kursleiter unmittelbar praktisch demonstriert und von den Teilnehmern im Anschluss ein- und ausgeübt. Große Wichtigkeit wird dabei auf die Variationsmöglichkeiten gelegt, die jedem Behandler zur Verfügung stehen, sowie auf den Umgang mit der osteopathischen klinischen Begründung.
Im Einzelnen:

 

  • osteopathisch denken im klinischen Kontext des gesamten Körpers und der Probleme des Patienten – logisches Verknüpfen von Wissen und Anamnese
  • Behinderungen des natürlichen Fließens der Flüssigkeiten – die Logik hinter und die klinische Pragmatik der Dysfunktionen und Läsionen
  • Theorie, Demos und Übungen zu folgenden Themen:
  •    - osteopathische Untersuchung des gesamten Körpers – Listening-, Rhythmus-, Spannungs- und Mobilitätstechniken
  •    - problemorientierte osteopathische Untersuchung an Hand von anatomisch-physiologischen und mechanisch-energetischen Zusammenhänge
  •    - erstellen von patientenorientierte Behandlungspläne und die Anwendung der klinischen Begründung
  •    - Durchführung osteopathischer Behandlungstechniken auf der Grundlage der osteopathischen klinischen Begründung -die Qualität der Behandlung prüfen

Osteopathie I
Inhalt Teil 1:

  • Hintergrundwissen zum osteopathischen denken, untersuchen und behandeln – klassische Prinzipien von Still und Littlejohn mit deren Umsetzung in der heutigen Zeit
  • Erfassen von globalen und regionalen Spannungsmustern in Hüllgeweben – Kompressions- und Dehnungsstörungen
  • Techniken zur osteopathischen Untersuchung des gesamten Körpers – Praxis
  • Behandlung von globalen, den Gesamtkörper störenden, osteopathischen Dysfunktionen – Praxis
  • Qualitäts- und Ergebnisprüfung – Theorie und Praxis

Während der gesamten Zeit wird viel praktisch geübt, damit die untersuchende und behandelnde Hand geschult wird!

Termin: 12./13. Januar 2019
Uhrzeit: Sa 10.00 – 18.00 Uhr / So 09.00 – 13.00 Uhr
Kosten: FDH-Mitglieder 145,-- Euro / Nichtmitglieder 205,-- Euro
Kursort: Heilpraktikerakademie, Gutenbergstr. 1, Baden-Baden


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